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Die private Papageienhaltung erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.
In die Überlegungen zur Beschaffung eines solchen Tieres bezieht der Mensch zunächst einmal die Gesichtspunkte und Vorteile mit ein, die er selbst aus der Haltung eines Papageies ziehen möchte: nämlich einen Ansprech- und Streichelpartner immer in seiner Nähe und immer verfügbar zu haben, wenn es ihn danach verlangt.

Der Papagei - intelligent und gelehrsam, menschengeprägt und sogar sprechend - ist in der Lage, "seinem" Menschen das Gefühl zu vermitteln, daß er vom Vogel verstanden wird. So entsteht eine ganz persönliche Beziehung zwischen Mensch und Tier, wobei sich zwar der Vogel ganz auf den Menschen, aber der Mensch so gut wie gar nicht auf die artspezifischen Bedürfnisse des Vogels einstellt - denn diese sind hierzulande praktisch unbekannt!

Probleme bei der Papageienhaltung

Die private Haltung von Papageien erfolgt in der Regel einzeln und in engen Käfigen. In diesen wird der Vogel von seinem Menschen in absoluter Abhängigkeit und großer Unbeweglichkeit gehalten. Konsequenzen einer solchen Haltung sind dann oft Einsamkeit und Langeweile beim Tier. Da die hochintelligenten und schönen Vogel von sich aus in der Lage sind, zu "ihrem" Menschen Kontakt zu suchen, aufzunehmen und Zuneigung zu zeigen, zieht der Vogelhalter den (falschen) Rückschluß auf die in seinen Augen richtige Haltung des Papageies.

Im Laufe der Zeit ergeben sich Vernachlässigungen, die dann zu vielerlei Verhaltensstörungen führen, z. B. Federrupfen, Selbstverstümmelung, stereotype Bewegungen, unkontrollierte Eiablage und so weiter — um nur einige zu nennen. Das Spektrum an Verhaltensstörungen bei Papageien ist breit gefächert.

Hinzu kommt, daß sich die Haltungssituation im Leben eines Papageis durch die hohe Lebenserwartung der Tiere (sie können ein Lebensalter von 50 bis 80 Jahren erreichen!) mehrfach ändert. Der Vogel wechselt von einem Halter zum anderen, findet sich wieder in einem anderen Käfig, umgeben von anderen Menschen, ist häufig der Gleichgültigkeit und dem Desinteresse ausgesetzt und vieles mehr. Das stellt für eine auf Dauerhaftigkeit und absolute Einzelprägung ausgerichtete Tierseele psychischen Stress ohne Ende dar.

Um einer seelischen Verkümmerung vorzubeugen benötigt ein Papageienvogel in Einzelhaltung eine Zuwendung durch den Menschen von bis zu 8 Stunden täglich! Daraus allein ersieht man schon wie schwierig es ist, den Bedürfnissen eines so hoch entwickelten und intelligenten Lebewesens wirklich gerecht zu werden.

Papageien sind durch Gefangenschaftsnachzuchten seit vielen Generationen an das hiesige Klima gewöhnt. Sie gewinnen aufgrund ihrer privaten Haltung mehr und mehr den Charakter eines an den Menschen gewöhnten und geprägten "Haustieres". Daraus ergeben sich wiederum - zusätzlich zu den angeborenen natürlichen Bedürfnissen der Tiere, wie

  • Gruppenzugehörigkeit
  • hohe Luftfeuchtigkeit
  • Kletterfreiraum
  • Futtervielfalt

noch weitere Bedürfnisse aus der "Haustier-Haltung", nämlich Menschenkontakt, direkte Ansprache und Zuwendung vom Menschen.

Während letzteres in der privaten Tierhaltung oft gegeben ist, besteht doch ein großes Defizit in der Erfüllung der natürlichen und angeborenen Bedürfnisse der Vögel, was in einem durchschnittlichen Privathaushalt auch nur schwer realisierbar ist.

Erfreulicherweise machen sich immer mehr Papageienhalter Gedanken darüber und werden sensibel für die Lebensumstände ihres Tieres. Daraus entstanden die Ziele der Vogelburg.

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